Eggäsli-Zunft Fützen e.V.

Jahresbericht Vereinsjahr 2016/2017

Das Vereinsjahr 2016/2017 begann mit der Generalversammlung am 29. Oktober 2016, die im Gasthaus „Zum Kranz“ stattfand. Die Geschicke des Vereins leitet nun ein gleichberechtigtes Vorstands-Team bestehend aus Stefan Schmid, Bruno Spiess, Bernd Booz und Timo Meister. Aus der Vorstandschaft wurden Kathrin Gleichauf und Anika Burger verabschiedet. Neu gewählt wurden Manuela Gleichauf-Balukcic als 2. Beisitzerin sowie Nadine Werner als neue Eggäsli-Vertreterin. Peter Aschmoneit als ehemaliger 1. Vorstand blieb der Vorstandschaft vorerst als 5. Beisitzer erhalten, schied später dann aber aus eigenem Wunsch sowohl aus der Vorstandschaft wie auch aus dem Verein aus. Ebenso ist Edgar Basler – nach 33-jähriger Mitgliedschaft – und Sabrina Werner aus dem Verein ausgetreten. Im Gegenzug entschieden sich Stefanie Basler mit ihren Kindern Leah und Celine, sowie Jens Müller, Hanna Basler, Antonia Gleichauf und Marianne Dörr ab sofort der Zunft die Treue zu schwören.

Start der Fasnet

Der erste offizielle Termin war der 11.11. Gemeinsam trafen wir uns am Narrenbrunnen, um die neue Fasnet-Saison einzuläuten, die neuen Mitglieder aufzunehmen und die Ehrungen durchzuführen. Ehrungen gab es diesmal zuhauf. Für 22 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Vroni Gleichauf, Heike und Georg Wilhelm geehrt. Den großen Eggäsli-Orden für 5 Jahre Treue wurde Peter Aschmoneit überreicht. Den kleinen Orden gab es für Jens Gut sowie für Tobias Tritschler. Nachdem die neuen Mitglieder aufgenommen wurden, zogen wir nach einem kleinen Umtrunk in Berthold und Gertruds Garage in den „Galli“ weiter.

Weihnachten

Am Abend vor dem Nikolaustag zogen Matthias Weber und Sebastian Wilhelm alias Nikolaus und Knecht Ruprecht um die Häuser, um Fützens Kinder einen Besuch abzustatten und Geschenke zu verteilen. Diese beiden Gestalten waren auch die Hauptdarsteller an der Eggäsli-Weihnachtsfeier am 3. Dezember.

Viele Eggäsli Groß und Klein kamen zu der Weihnachtsfeier ins Vereinsheim. Für die Kinder wurden tolle Spiele vorbereitet. So machte das Warten auf den Nikolaus auch noch richtig Spaß. Am Abend hatte die Vorstandschaft wieder eine Weihnachtsparty im Hagenstall organisiert. Wie auch im vergangenen Jahr war es eine gelungene Veranstaltung.

Am Samstag, den 7. Januar sammelten wir die Christbäume ein. Bei dem einen oder anderen Haus wurde ein Zwischenstopp eingelegt, um sich aufzuwärmen und sich mit einem „Schnäpsle“ für die Weiterfahrt zu stärken. Am selben Tag traf sich auch das Wagenbau-Team das erste Mal, um den Fasnet-Wagen zu streichen und sich lustige Sprüche auszudenken.

Jubiläum Randenwölfe

Den ersten Umzug besuchten wir am 21. Januar 2017 in Nordhalden. Die Randenwölfe hatten zu ihrem Jubiläumsumzug eingeladen. Mit dem Shuttle-Bus ging es von Fützen in das kleine Örtchen am Randen. Selbst Bürgermeister Markus Keller ließ es sich nicht nehmen und eröffnete am Zunftmeisterempfang zusammen mit unserem Landvogt „Rayli“ das Narrendorf. Zum Nachtumzug kamen viele Zünfte aus der Blumberger Umgebung und der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee. Viele Garagen und Scheunen wurden schön hergerichtet und luden zum Verweilen ein. Zurück ging es ebenfalls mit dem Shuttle-Bus. Leider ging bei einigen aus unerklärlichen Gründen das geliebte Trink-Utensil verloren. Bis heute sind die Becher nicht wieder aufgetaucht. Ein Kompliment an die Randenwölfe für das super organisierte Narrentreffen und ein großes Dankeschön für die großzügige Spende des „Butzli“ für unseren Narrenbaum.

Umzug Gutmadingen

Am Sonntag darauf waren wir am Umzug der Loräbieschter aus Gutmadingen eingeladen. Bei schönem Wetter ging es mit dem Bus in Fützen los. In den vielen kleinen Buden rund um die Umzugstrecke verteilten sich die Eggäsli. Kurz vor Umzugsbeginn wusste dann aber keiner so recht, wo sich die Aufstellung befand. Dank „Retter“ Bruno, der die Übersicht behielt, fanden sich alle Eggäsli pünktlich zum Start an der Aufstellung ein. Weiteres wurde aus Gutmadingen leider nicht berichtet.

Gemeinsame Sache mit den Riedwächtern

Zusammen mit den Riedwächtern aus Blumberg fuhren wir am Samstag, den 4. Februar nach Weigheim, um dort das Narrentreffen zu besuchen. Schon vor drei Jahren machten wir gemeinsame Sache mit den Riedwächtern und da es damals so gut funktionierte, machten wir es diesmal genauso. Bevor der Bus in Blumberg abfuhr, stellten wir fest, dass der Asbach-Vorrat wieder auf dem Weg nach Fützen war. Da hat wohl jemand vergessen in den Kofferraum zu schauen. In Weigheim angekommen, strömten alle in Richtung Dorfmitte in die verschiedenen Besenwirtschaften, um sich für den Umzug zu stärken.
Pünktlich zum Umzugsbeginn fing es dann leider an zu regnen. Bevor es für uns mit der Startnummer 31 losging, suchten wir Unterschlupf in einem Wintergarten. Die Besitzer hatten damit kein Problem und freuten sich über den ungewöhnlichen Besuch.
Um 17 Uhr ging es dann weiter nach Albstadt-Ebingen an den Hexenball der Narrenzunft Schalksburg. Viele stärkten sich erstmal an der Essenstheke für den langen Abend. Auf der Bühne wurde ein tolles Programm geboten. So war es ein kurzweiliger Abend und gelungener Abschluss eines langen Tages.

Narrentage

Ausrichter der diesjährigen Narrentage der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee am 11. und 12. Februar war der Narrenverein „Blauer-Stein“ aus Riedöschingen. Trotz eisiger Kälte kamen viele Besucher zum Nachtumzug.
Bei bestem Narrenwetter tummelten sich am Sonntag schon recht früh hunderte Hästräger in Riedöschingen. Beim großen Festumzug waren wir gefühlt mit allen Mitgliedern anwesend. Viele Besenwirtschaften platzten beinahe aus ihren Nähten. Mit Kanonenschlägen begann pünktlich um 14 Uhr der Umzug. Mit der 42 hatten wir eine hohe Startnummer und mussten etwas länger warten bis es für uns losging. Das war aber kein Problem, denn an der Aufstellung konnten wir den Umzug auch selbst noch mitverfolgen. Mit knapp 50 Gruppen und über 4000 Hästräger war das Dorf natürlich prall gefüllt. Nach dem tollen Umzug versumpften alle in den Besenwirtschaften oder genossen die restlichen Sonnenstunden.

Am Freitag, den 17. Februar statteten wir unseren Narrenfreunden aus Eberfingen einen Besuch ab. Der Kappenabend war wie jedes Jahr sehr gut besucht. Da zur selben Zeit auch die Warm-Up Party des SV Fützen stattfand, machten wir uns um Mitternacht auf, um auch diese Veranstaltung noch zu besuchen.

Tiermaskentreffen Durbach

Früh morgens am Sonntag, den 19. Februar ging es am mit dem Bus nach Durbach nahe Offenburg. Der Narrenverein Wildsaue vom Klingelberg hatte zum Tiermaskentreffen eingeladen. Quer durch den Schwarzwald fuhr uns Busfahrer Olaf in den Ortenaukreis. Dank dem tollen und vor allem warmen Wetter war das Narrendorf vor dem Umzug schon gut gefüllt. Der Weg zur Umzugsaufstellung glich einer Schnitzeljagd. Da wir uns in Durbach nicht auskannten, bogen wir wohl einmal zu oft ab. Trotz Umweg über mehrere Spielplätze, Hängebrücken und Rutschen waren wir pünktlich an der Startaufstellung.
Zum Umzug waren viele Zuschauer gekommen. Etwa 50 Zünfte und Guggenmusiken waren zu diesem Treffen eingeladen. Besonders schön anzusehen waren die vielen verschiedenen Tiermasken. Nach dem Umzug mussten wir die lange Heimreise antreten.

Schmutzige Dunnschdig

Bei sonnigem Wetter und sehr warmen Temperaturen traf man sich am „Schmutzige Dunnschdig“ früh morgens bei Narrenvater Stefan zum Sekt-Bier-Frühstück. Um sich für den langen Tag zu stärken, machten wir noch einen kleinen Abstecher bei der Dorfmetzgerei. Mit dem Fützener Fasnet-Lied bedankten wir uns bei Familie Gut für die leckeren Würstchen. Weiter ging die ganze Eggäsli-Meute Richtung Schulhaus. Ortsvorsteher Georg Schloms wartete schon sehnsüchtig auf die Amtsenthebung durch den Narrenvater. Nach ein paar Unterschriften war die Sache besiegelt. Die Narren hatten das Dorf nun offiziell übernommen.
Den Kindern der Grundschule merkte man ebenfalls die Vorfreude der bevorstehenden Befreiung an. Ganz so schnell ließen wir die Schulkinder aber nicht ziehen. Ein kurzweiliges Programm mit Tänzen, Gesang und Sketchen wurde aufgeführt. Highlight war das Duell Kinder gegen Eggäsli. Beim Hula Hoop waren wir genauso unterlegen wie auch beim Märchenrätsel. Somit mussten wir uns leider knapp geschlagen geben.
Auch in diesem Jahr hat uns Ortsvorsteher Georg seine gute Stube zur Verfügung gestellt. Aus dem Wohnzimmerschrank kam wundersamer Weise eine Asbach-Flasche nach der anderen zum Vorschein. Im Schlom’sche Haus wird man immer bestens versorgt. Bevor es dann in den „Galli“ zum Mittagessen ging, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei Ehrenpräsident Horst Werner und in der Schnapsbrennerei von Richard Burger.
Großes Entsetzen gab es dann beim Narrenbaumstellen, als beim Ablassen des Baumes vom Traktor die Krone abbrach. Kurzerhand wurde der Baum mit Latten fixiert und konnte mit etwas Verspätung doch noch gestellt werden.
Um 19:11 Uhr zog der Hemdglonkerumzug durch Fützen. Beim anschließenden Hemdglonkerball zeigte dann der Narrensamen sein schauspielerisches Talent auf der Bühne.

Am Fasnet-Freitag feierte der von Kathrin Gleichauf einstudierte Männertanz der Ranzengarde seinen Premierenauftritt beim Maskenball in Weizen.

Programmabend

Der Programmabend am Fasnet-Samstag war wieder rundum gespickt mit Leckerbissen. Die Garde des Sportvereins und Narrenvater Stefan eröffneten den Abend in der gut besuchten Buchberghalle. Durch das Programm führte wie gewohnt unser Bruno. Das örtliche Geschehen und deren Geheimnisse wurden anhand einer Märchenstunde ans Tageslicht gebracht. Der Musikverein machte mit einem lustigen Sketch Werbung in eigener Sache für das Bezirksmusikfest. Der Sketch „James Bond im Hochwald“ brachte die ganze Halle zum Lachen. Der Narrenbaum blieb diesmal im Verein. Kathrin Meister war die glückliche Gewinnerin in diesem Jahr. So manch Fützener Geheimnis brachten die Landfrauen zum Vorschein, während sie mit ihrem Automobil im Kreisverkehr ihre Runden drehten. Ein weiteres Highlight war der große Programmpunkt der Eggäsli, in welchem die Gemeindegelder der Stadt Blumberg im Casino Texas an die Ortsteile mehr oder weniger gerecht verteilt wurden. Den Abschluss machte die Ranzengarde mit ihrem Bauarbeiter-Tanz.

Am Fasnet Sonntag besuchten wir die Umzüge in der Nachbarschaft. In Blumberg wie auch in Grimmelshofen hatten die Eggäsli und der Zunftrat eine Menge Spaß.

Rosenmontag

Am Rosenmontag konnte das Wetter kaum besser sein. Sehr gefreut haben wir uns über die Beteiligung der Narrengesellschaft aus Blumberg am Rosenmontagsumzug. Auch unsere Narrenfreunde aus Grimmelshofen waren wieder mit einem Umzugswagen am Start. Thomas Scheuch hatte sein Motorrad mit Anhänger in ein Ufo verwandelt und bereicherte damit den Umzug. Die Landfrauen waren ebenfalls mit ihrem Automobil dabei.
Die Maler-Musiker sorgten in der Buch-berghalle für gute Stimmung. Diese wiederum platze vollkommen aus ihren Nähten. Auf der Bühne wurde ein tolles Programm aus Show- und Gardetänzen geboten. Von ganz klein bis ganz groß waren alle mit dabei.

In Windeseile musste die Halle nach dem Nachmittagsprogramm für den großen Männertanzwettbewerb am Abend umgebaut werden. Den Anfang machte die Guggenmusik „Guggi-Bucher“ aus Buch. Die „Piccolos“ heizten den ganzen Abend die Menge an. Drei Männertanzgruppen standen sich im Wettstreit gegenüber. Die eigene Ranzengarde, die Titelverteidiger Tanzgruppe „Horst“ aus Waldhaus und als Neuling die Talheimer Lupfengoaschder. Zwischen und nach den Tänzen spielten die „Betzilüter“ aus Tiengen und die „Geissenguggis“ aus Weizen. Nach einem schweißtreibenden Wettkampf stand der Sieger fest. Auch in diesem Jahr setzten sich die „Horstis“ knapp nach Punkten durch.

Viele müde Augen sah man dann beim Nudelsuppenessen am Fasnet Dienstag. Spender der leckeren und stärkenden Suppe war Manuela und Damir Balukcic. Um 14:11 Uhr ging es dem Narrenbaum an den Kragen. Der Nachmittag war fest in Kinderhand. Nach der Polonaise konnten die Kinder an den verschiedenen Spielstationen ihre Stempel sammeln. Am Ende gab es einen Preis aus der Tombola. Am Abend wurde dann leider die Fasnet beerdigt. Ein Trauermarsch zog durch Fützen. Nach kurzem Halt an Brunos-Schnaps-Garage ging es weiter zum „Galli“, wo das „Butzli“ schlussendlich verbrannt wurde.

Ende der Fasnet

Traurig waren dann alle Narren am Fasnetfunken, als die Fasnet endgültig vorbei war. Mit mehreren großen Maschinen wurde über den ganzen Tag Brennmaterial gesammelt und auf den Bielwasen gefahren. Um 19 Uhr wurde der Fasnetfunken entzündet. Beim abschließenden Scheibenschlagen wurden die glühenden Scheiben bei eisiger Kälte und Regen mit Wünschen für die kommenden Monate den Berg hinuntergeschleudert.

Beim großen Bezirksmusikfest, ausgerichtet vom Musikverein Fützen, halfen viele Eggäsli mit. Ein toll organisiertes Fest, welches viele Besucher aus der ganzen Umgebung anlockte.

Pfingstfest

Am Samstag, den 3. Juni fanden wir uns zum Pfingstfest wieder zusammen. Bei bestem Wetter fuhren wir nach Neuhausen am Rheinfall, um Europas größten Wasserfall zu besichtigen. Ein eigenes Boot stand für uns bereit. Der Chef persönlich fuhr uns den Rhein entlang. Zweimal gab es eine frische Abkühlung am Rheinfall. Nach der Fahrt mit dem Weidling erholten wir uns auf einer großen Liegewiese. Abends trafen wir uns gemeinsam auf der Randenhütte zum Grillen. Das Regenwetter konnte uns Dank des großen Pavillons die Stimmung bei den etlichen Runden Baumstammnageln nicht vermiesen. Am Pfingstsonntag konnten wir bei sonnigem Wetter gemeinsam Mittagessen und den Nachmittag am Lagerfeuer oder bei einem Spaziergang im Wald verbringen.

Im Juli dieses Jahres konnten wir endlich die Einladung der Tanzgruppe Horst nach Waldhaus wahrnehmen. Mit einem Kleinbus ging es zur Waldhaus Brauerei direkt an der B500. Der Brauereimeister führte uns vom Sudhaus, wo bei der Bierherstellung alles beginnt, bis in den Hopfenkeller, in dem wir das ungefilterte Bier verköstigen durften. Nach dem zünftigen Abendessen ging es noch in eine Bar mit dem Namen „Gupfenklause“, wo wir zur späteren Stunde vom rasenden Busfahrer wieder abgeholt wurden.

Der Titel bei der Dorfolympiade des SV Fützen konnte erfolgreich verteidigt werden. An diesem Tag konnte uns dank viel Cleverness und guten taktischem Vorgehen keine andere Mannschaft das Wasser reichen.

Das war ein Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr 2016/2017. Viele Stunden verbrachten wir gemeinsam an den vielen Umzügen und Arbeitseinsätze. Dabei hatten wir alle sehr viel Freude und es machte immer wieder Spaß ein Eggäsli zu sein. Im Namen der Vorstandschaft möchte ich mich hiermit für den Zusammenhalt und die vielen Arbeitsstunden, die vor und während der Fasnet von allen Mitgliedern geleistet wurden, bedanken. Auf eine tolle und glückselige Fasnet im nächsten Jahr.