Eggäsli-Zunft Fützen e.V.

Schmutziger Dunnschtig 2016

Den Berg hoch zum Narrenvater …

Wie jedes Jahr ging es früh morgens zum Narrenvater den Berg hinauf, denn Stefan der Erste vom Homberg hatte zum Sektfrühstück geladen. Viele Eggäsli folgten dem Ruf des Narrenvaters und als Alle beisammen waren ging es auf zur Metzgerei Gut, um sich für den langen Tag mit einem Fleischkäsewecken oder einem warmen Wienerle zu stärken. Die kleine Metzgerei platzte aus allen Nähten und die Familie Gut freute sich über die große Eggäsli-Schar. Wir bedankten uns mit dem Fasnetlied und zogen ins Dorf hinunter zum Rathaus.

Dort wartete Ortsvorsteher Georg Schloms schon sehnsüchtig auf seine Absetzung. Narrenvater Stefan erklärte Georg wie wild es in den nächsten Tagen im Dorf zugehen werde und dass das Dorf jetzt unter närrischer Hand ist. Mit seiner Unterschrift unter allen wichtigen Dokumenten wurde die Absetzung des Ortsvorstehers endgültig verzogen. Bis zum Aschermittwoch ist das Dorf nun in der Hand des Narrenvaters.

Schülerbefreiung

Ein Stockwerk höher hörte man schon die Schüler der Grundschule stampfen und das Fasnetlied singen. Die Eggäsli machten sich bereit und marschierten mit voller Montur hinauf zu den Kindern. Die Grundschüler hatten für uns ein kleines Programm mit Sketchen, Gesang und Tänzen vorbereitet. Selbst der Narrenvater musste beim Stuhltanz noch aktiv werden. Auch die Kinder waren froh über die bevorstehenden Fastnachtsferien. Nachdem die Kinder das Fasnetlied lautstark mitgesungen hatten, entließ der Narrenvater die Schüler und befreite sie von der Schule.

Ortsvorsteher Georg hatte wieder zu einem Umtrunk zu sich nach Hause eingeladen. Da ließen sich die Eggäsli nicht zweimal bitten und „besetzten“ das komplette Wohnzimmer samt Küche. Nach etlichen Lobeshymnen und Liedern zogen die Eggäsli weiter um Häuser in Fützen.

Einige statteten der Schnapsbrennerei von Richard Burger am Ortseingang noch einen kleinen Besuch ab bevor es zum Mittagessen in den Galli ging.

Mit vollen Bäuchen ging es auf zur Halle, wo der Narrenbaum schon wartete geschmückt zu werden. Um 14:33 Uhr machte sich der Baum, unter der Begleitung des Musikvereins, auf zur Dorfmitte, wo er von der Feuerwehr fachmännisch gestellt wurde.

Im Vereinsheim wurde noch Kaffe und Kuchen angeboten und der Stamper nebenan hatte die Türen geöffnet. So vertrieb man sich die Zeit bis zum Abend, bis der Hemdklonkerumzug startete.

Hemdglonkerball

Am Abend des Schmutzigen Dunnschtig war um 19:11 Uhr wieder der Hemdglonkerumzug angesagt. Mit dem Nachthemd ging es durch die dunklen Gassen Fützens. Die vielen Kinder und ein paar „kaputte“ Musiker machten mächtig Lärm, sodass die Bewohner Fützens nochmal geweckt wurden. Am Ende des Umzugs gab es für jeden Umzugsteilnehmer noch eine Süßigkeit.

Im Anschluss ging es dann in der Fützener Halle weiter mit dem Hemglonkerball. Im Nachthemd tobten und hüpften die Kinder durch die Halle. Auf der Bühne wurde wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Der Narrensamen der Eggäsli, verstärkt durch Kinder aus Fützen, sorgten mit ihren Sketchen für viele Lacher an diesem Abend.

Musikalisch ging es bei den Tanzmäusen, Power Teens und bei der Mini Garde zu. Mit ihren Tänzen begeisterten sie die voll besetzte Buchberghalle.